Wissensökonomie und Digitalisierung: Geschichte und Perspektiven

December 8, 2020
Wissensökonomie und Digitalisierung: Geschichte und Perspektiven

Die digitale Transformation ist aus der aktuellenWirtschaftspolitik nicht mehr wegzudenken. Breitbandausbau,5G-Netz, Wandel des Schulunterrichts und das „Internet der Dinge“sind nur ein paar Beispiele aus einer Gruppe von Themen, die engmit der Digitalisierung verflochten sind. Gleichermaßen bestehtbisher wenig Zweifel daran, dass die Anforderungen an dieKompetenzen und Ausbildung der Beschäftigten steigen werden. Beiall dem ist in der Debatte nicht immer ersichtlich, dass es sichbei diesen Formationen um ein ganzes Bündel von Entwicklungenhandelt. Viele von ihnen – etwa das Internet als Kommunikations-und Vertriebskanal und der Aufstieg von Daten zur ökonomischenRessource – stellen zweifellos neue Phänomene dar.Gleichzeitig sind diese aktuellen Vorgänge mit sehr altenProzessen verwoben. Die wissensbasierte Wirtschaft, dieherausragende Rolle von Forschung und Entwicklung, die Verschiebungder Wertschöpfung in Richtung Dienstleistung und das steigendeAnforderungsniveau an die Beschäftigten sind Phänomene, die sichseit Ende des 19. Jahrhunderts nachweisen lassen und daswirtschaftliche Gesicht der industrialisierten Staaten seit langemformen. Diese Vermischung von Neuem und Altem, die mit Macht dieentwickelten Volkswirtschaften herausfordert und – so jedenfallsdie immer wieder zu hörende Befürchtung – kaum einen Stein auf demanderen lassen wird, verkompliziert die Debatte. Im vorliegendenBand werden erstmals Perspektiven der Wirtschaftsgeschichte, derSoziologie, der Wirtschaftswissenschaften und des Maschinenbauszusammengebracht, um dieser Frage nachzugehen.